Hier mein erstes Gedicht:
Heinz Erhardt
Die Made
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.
Eines Morgens sprach die Made:
Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol. So leb denn wohl.
Halt! Noch eins, denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!
Also sprach sie und entwich -
Made junior jedoch schlich
hinterdrein, und das war schlecht,
denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. - Schade.
Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.
Die große, ausführliche Interpretation spare ich mir jetzt mal. Ich glaube nicht, dass Heinz Erhardt (Gott hab ihn selig) wollte, dass seine Gedichte nach Stilmitteln, Reimschema, Rhythmus und so weiter zerpflückt werden. Diese trockene Art mit Gedichten umzugehen langweilt mich genauso wie jeden anderen Schüler.
Das Gedicht ist mal eine andere Art, mit dem Thema Tod umzugehen. Ernstes Thema, ja aber humorvoll dargestellt. Denn die Moral von der Geschicht: wird wohl jeder selbst herausfinden können...
Für die, die sie nicht finden: Lyrik kann auch einfach nur unterhaltsam sein.
In diesem Sinne
Tschüsschen mit Küsschen :)
Ein Klassiker, der erst durch Rezitation wirklich zum Leben erweckt wird. Hier das Original:
AntwortenLöschenhttp://www.youtube.com/watch?v=iQkp6FG07gg
Jetzt du! ;-)
Wollen wir hier einfach nur Links und Kopien posten, oder selber Gedichte verfassen. Ein Blog versteht sich nicht, indem er nur zitiert und plagiiert. So kann man auf mehr hoffen. Interessant wären natürlich dann auch Interpretationsvorschläge vom Autor des Blogs zu dem gerade gepostet.
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